Aktuell: Stadtrundgänge durch die Berner Gartenstadtsiedlung!

So. 5.8. und So. 2.9.2012
Gartenstadt-Idee – Entwicklung und Struktur der Berner Gartenstadtsiedlung
Geschichten und Aktuelles
Treffpunkt: Berner Allee 31, 13 Uhr
Veranstalter: Gartenstadt Hamburg eG

Am kommenden Sonntag, den 5.8.2012, um 13 Uhr wird es eine öffentliche Führung mit Herrn Witt durch die Gartenstadtsiedlung geben.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Jahres der Genossenschaften statt.
Am 2.9.2012 wird es eine weitere Führung geben.

Das vollständige Programm aller Stadtrundgänge in Hamburg zum Jahr der Genossenschaften kann von der Website des Museums der Arbeit heruntergeladen werden.
Download Stadtrundgangs-Flyer (PDF).
Weitere Infos: http://www.museum-der-arbeit.de/Veranstaltungen/

Zur Information (aus dem Flyer des Museum der Arbeit):
„2012 ist das internationale Jahr der Genossenschaften. Das haben die Vereinten Nationen ausgerufen. Mit vielen Aktivitäten und Aktionen wollen auch die Hamburger Wohnungsbaugenossenschaften, die schon seit vielen Jahren im Arbeitskreis unter dem Bauklötzchenlogo für den genossenschaftlichen Gedanken werben, in diesem Jahr auf ihre Arbeit aufmerksam machen – gemeinsam mit der Arbeitsstelle für Genossenschaftsgeschichte am Historischen Seminar der Universität Hamburg und dem Museum der Arbeit. Dazu gehört eine große Ausstellung, die gerade im Museum der Arbeit vorbereitet wird, aber auch Stadtteilrundgänge und eine Vorlesungsreihe an der Universität Hamburg.
Stadtgeschichte erwandern
Den Auftakt der Aktivitäten anlässlich des UNO-Jahres bilden die Stadtteilrundgänge „Vom Arbeiterschloss zum Passivhaus. Der genossenschaftliche Wohnungsbau“ in Hamburg: Von April 2012 bis März 2013 können Interessierte, jeweils am ersten und dritten Sonntag im Monat, an verschiedenen Rundgängen durch die Hansestadt teilnehmen. Anhand zehn verschiedener Themen wird dabei die Entwicklung der Stadtteile durch den genossenschaftlichen Wohnungsbau – vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute – „erwandert“. …“

Anmerkung der Redaktion:
Schön ist es, dass die Besonderheit der Gartenstadtsiedlung, ihr historischer Wert durch die öffentliche Führung hier mal Beachtung findet und auch nach außen vermittelt werden kann. Schön auch, dass der genossenschaftliche Gedanke, der sich in unserer Siedlung direkt manifestiert, Thema ist in diesen Veranstaltungen zum Jahr der Genossenschaften. Schön wäre ein zahlreiches Kommen und ein großes Interesse!
Und schade, dass die Genossenschaft selbst nicht für diese Veranstaltung wirbt.

Neuer Artikel über die Initiative im Hamburger Abendblatt

Hier ist ein Link zum Artikel im Hamburger Abendblatt, erschienen am 6.7.2012:

Mieter kämpfen um die Gartenstadt in Farmsen-Berne

Genossenschaft will zum ersten Mal ein Haus abreißen und neu bauen. Bewohner sorgen sich um ihre Siedlung und fühlen sich überrumpelt …mehr

Hinweis: Das Online-Archiv des Hamburger Abendblattes ist teilweise kostenpflichtig. Wir versuchen die Erlaubnis für eine vollständige Hinterlegung des Artikels zu bekommen.

 

Siedlung Berne als Sanierungsgebiet?

Zur Plenarsitzung  am 14.6.2012

Die GAL hatte den Antrag in die Bürgerschaft eingebracht, zu prüfen, ob die Siedlung Berne als Sanierungsgebiet ausgewiesen werden könnte. In dem Fall würden erhebliche indirekte und direkte Fördermittel zur Verfügung stehen, auch aus Bundesmitteln. So ein Verfahren läuft zurzeit für das Hamburger Gängeviertel.
Der Antrag zum Sanierungsgebiet für die Siedlung Berne wurde am 14.6. im Rahmen einer Kurzdebatte („5-Minuten–Beitrag“) in der Bürgerschaft behandelt.
Die SPD hat den Antrag abgelehnt.

Videos der Debattenbeiträge vom 14.6.
Olaf Duge (GAL) FLV, 11 MB
Jan Balcke (SPD) FLV, 4 MB
(Bei Problemen mit der Wiedergabe bitte hier den kostenlosen VLC-Player laden.)

Die SPD begründet dies formal, indem sie behauptet, Denkmalschutz und Sanierungsgebiet gingen nicht zusammen.
Dem widerspricht Olaf Duge, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der GAL. Er verweist auf das Baugesetzbuch (BauGB), in dem die städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen geregelt sind.

Zitat aus BauGB, 2. Kapitel, 1. Teil, § 136, (4), 4;
„Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen dienen dem Wohl der Allgemeinheit. Sie sollen dazu beitragen, dass…
4. die vorhandenen Ortsteile erhalten, erneuert und fortentwickelt werden, die Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes verbessert und den Erfordernissen des Denkmalschutzes Rechnung getragen wird.“

Es mag für den Laien schwierig sein, die juristischen Grundlagen und Möglichkeiten richtig zu beurteilen.
Offenkundig aber ist, dass die SPD nicht mal die Möglichkeit der Maßnahme „Sanierungsgebiet“ prüfen möchte. Sie lehnt den Prüfantrag ab, das heißt, hier erleben wir, wie wenig ernsthaft die Option des Erhalts von Baukultur in Betracht gezogen wird.
Stattdessen wurde für unser Empfinden von Herrn Balcke die Initiative abfällig erwähnt, und Herr Duge beschrieben als von der Initiative instrumentalisiert…
(Interessanterweise wirft man der Initiative gleichzeitig vor, sich von der Politik instrumentalisieren zu lassen.)
Tatsächlich handelt sich bei der Initiative um besorgte und ernsthafte Genossenschaftsmitglieder und Bewohner der Siedlung.

Wir haben den Wunsch nach Beteiligung an Entscheidungsprozessen, die für uns, unser Umfeld, und die uns nachfolgenden Generationen von großer Bedeutung sind.
Dabei sollten wir ernst genommen werden, jenseits politischer Arroganz und Kalkül.

Initiative Siedlung Berne

Links:
Pressemittelung GAL vom 15.6.2012: SPD billigt Vernichtung von günstigem Wohnraum

Auszug BauGB

Veranstaltungshinweis: Podiumsdiskussion am 19.6.2012 Kulturforum Hamburg e.V.

Kultuforum Hamburg e.V. lädt ein zur Podiumsdiskussion
Höher, dichter, schöner – teurer? Hamburgs Baupolitik auf dem Prüfstand
Am Dienstag, 19. Juni 2012 um 20 Uhr in der Internationalen Kulturfabrik
Kampnagel (K1), Jarrestraße 20, 22303 Hamburg
Eintritt frei

Einladung und mehr Infos (PDF)

Jutta Blankau, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt,
Prof. Dr. Ingrid Breckner, Professorin für Stadt- und Regionalsoziologie
(HCU Hamburg),
Dr. Eckard Pahlke, Vorstandsvorsitzender des
Mietervereins zu Hamburg
Moderation: Dirk Meyhöfer, Autor und Architekturkritiker