„Das ist die heutige Genossenschaftsidee“

Aus aktuellem Anlass ein Gastbeitrag von Niels Hanßen über den tragischen Vorfall, der sich am 17.07.2015 während der Sanierung eines Wohnhauses der Baugenossenschaft Dennerstraße in Farmsen-Berne ereignete:

Liebe Initiativenvertreter, liebe Freunde!

Am Beispiel der folgenden Berichte über die Verhaltensweise der Baugenossenschaft Dennerstraße lässt sich gut ablesen, wie man den Genossenschaftsgedanken heute versteht.
Wer sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat, der stellt fest, dass sich hier das Bild der Genossenschaften, insgesamt abbildet. Unterschiede im Verhalten der Genossenschaften sind nur marginal!
Diese Entwicklung der Genossenschaften wurde möglich durch die Verfilzung von Partei und Aufsichtsräten und Genossenschaftsvorständen, die wiederum von vereinnahmten Vertretern gewählt wurden und mit deren Hilfe die Satzungen der Genossenschaften soweit verwässert wurden, dass der Mieter gewissermaßen machtlos wurde.

Schaut Euch das Video und den Bericht von NDR de an.

Erschütternd die Ankündigung von einem verzweifelten Mieterpaar, das einen Suizid ankündigt und der Todesfall der beiden dann auch eintrat!

https://www.youtube.com/watch?v=ThG8gjqW2PU
(Spiegel TV)

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Ehepaar-stirbt-bei-Feuer-im-sechsten-Stock,feuer2482.html
(NDR Fernsehen)

Herzliche Grüße

Niels Hanßen

Das doppelte Spiel um die Gartenstadt Berne

Neuer Artikel über die Gartenstadt im Hamburger Abendblatt vom 29.06.15

Aus dem Inhalt:

  • Warum die Wohnungsgenossenschaft Gartenstadt Hamburg die Interessen
    ihrer Mitglieder gegeneinander ausspielt.
  • 2009 erläuterte der Vorstand sein Konzept hinter verschlossenen Türen
  • Offiziell will der Vorstand noch heute kein Konzept haben
  • Wer nicht wachsen will, fällt aus der Zeit
  • Das Genossenschaftsrecht macht den Vorstand fast allmächtig

Lesen Sie hier den Artikel (der vollständige Abruf ist zeitweilig kostenpflichtig):
http://www.abendblatt.de/hamburg/wandsbek/article205428303/Das-doppelte-Spiel-um-die-Gartenstadt-Berne.html

Berner Blatt: Neue Ausgabe zum Download (Nr. 1/2015)

initiativ & garantiert wesentlich & überparteilich

BB12015Aus dem Inhalt:

  • Interview mit Karin Aßmus (Mieter helfen Mietern)
  • Vertreterversammlung und Mitbestimmung
  • Von Autos und Häusern
  • Denkmalgeschützte Gartenstadt – die Falkenbergsiedlung in Berlin
  • Neues von „Elisa“ und der Strenge-Siedlung
  • Lustiges auf der letzten Seite

Hier können Sie die aktuelle Ausgabe laden: Berner Blatt Nr. 1/2015 (PDF, 0.6 MB)

„Ärger in der Berner Gartenstadt: Hat Leerstand Methode?“

Auszug aus einem Artikel von Axel Ritscher, veröffentlicht im Hamburger Abendblatt am 11.05.15:

„Genossenschaft lässt historische Doppelhaushälften mit großen Grundstücken leer stehen. Mitglieder fürchten, dass sie lukrativem Neubau weichen sollen.

In der Mietergenossenschaft Gartenstadt Hamburg e.G. gärt es. Seit die Siedlung Berne mit ihren kleinen Mietdoppelhäusern auf den großen Grundstücken für den Obst- und Gemüseanbau 2013 unter Denkmalschutz gestellt wurde, gerät der Vorstand unter Beschuss. Denn von den 540 Doppelhaushälften blieb eine kleine Insel von 35 Einheiten ungeschützt. Und wenn sich diese Haushälften leeren, werden sie nicht wieder vermietet. Mittlerweile ist im Meiendorfer Stieg jede vierte unbewohnt.
(…)
Die mit dem Denkmalschutz verbundenen wirtschaftlichen Lasten könnten, so wird seit 2012 spekuliert, kompensiert worden sein mit den 35 ungeschützten Einheiten auf einem 35.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Trasse der U1. Mit Geschosswohnungen an der Bahnlinie könnte eine deutlich wirtschaftlichere Nutzung der Gesamtfläche erreicht werden.
(…)
Den Abriss auch nur von Teilen der alten Arbeitersiedlung auf jeden Fall verhindern will die genossenschaftsinterne „Initiative Siedlung Berne“. Für sie ist die Entscheidung, einen Teil der Häuser nur wegen ihrer Randlage nicht unter Schutz zu stellen, nicht akzeptabel. Sie sieht eine gezielte Leerstandspolitik, um den Abriss der Häuser förmlich herbei zu warten. Die Initiative und Oberdick werfen Witt vor, profitorientiert an den Bedürfnissen der eher einkommenschwachen Genossenschaftsmitglieder vorbei zu bauen. „Der Vorstand bedient den freien Wohnungsmarkt.““

Link zum vollständigen Artikel (Abruf evtl. kostenpflichtig):
http://www.abendblatt.de/hamburg/wandsbek/article205309145/Aerger-in-der-Berner-Gartenstadt-Hat-Leerstand-Methode.html